TERRE DES FEMMES Veranstaltung „Abortion Democracy“

Was bringt uns deutschen ZuschauerInnen ein dokumentarischer Filmvergleich zwischen der Abtreibungspraxis in Südafrika und in Polen?
Kurz zusammengefasst:

  • tatsächlich neue Erkenntnisse
  • das Kennenlernen einer sehr sympathischen und engagierten Filmemacherin
  • eine intensive Diskussion über reproduktive Selbstbestimmung der Frau, auch in Deutschland

Im Film selbst wird am Beispiel Südafrikas schnell deutlich, dass eine liberale Abtreibungsgesetzgebung nicht zwangsläufig eine liberale Abtreibungspraxis ermöglicht. Moralische und religiöse Werte, vor allem der im Gesundheitswesen Beschäftigten, aber auch die der ausländischen Geldgeber der NGOs sind in der Realität unüberwindbare Hindernisse.

Sarah Diehl und Bettina Renfro Koordinatorin der TERRE DES FEMMES SG Rhein-Main im Gespräch mit TeilnehmerInnen der Veranstaltung am 8.09.2011

Sarah Diehl und Bettina Renfro Koordinatorin der TERRE DES FEMMES SG Rhein-Main im Gespräch mit TeilnehmerInnen der Veranstaltung

In Polen dagegen ist seit dem Zusammenbruch des Kommunismus die katholische Kirche so einflussreich geworden, dass Schwangerschaftsabbrüche per Gesetz verboten sind und dass sogar medizinische Indikationen keinerlei Auswirkungen haben.
In beiden Ländern ist es für Frauen extrem schwierig, selbst zu entscheiden, ob sie ein Kind austragen wollen oder nicht.  In beiden Ländern werden die Frauen in die Illegalität gezwungen und so entscheidet letzten Endes immer noch der Geldbeutel und die medizinische Ausstattung, ob die Frauen gesundheitliche Folgeschäden davon tragen oder gar ihre Entscheidung mit dem Tod bezahlen. Weiterlesen

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Spendensammlung für AIM in Sierra Leone

Auf dem diesjährigen Internationalen Kulturfest im Niersteiner Gemeindepark ist ein ganz besonderer Stand zu finden gewesen: In Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Bioladen plante, kochte und verkaufte eine kleine Gruppe von Frauen vegetarische, vegane, aber auch fleischhaltige Gerichte aus biologischen Zutaten zugunsten von TERRE DES FEMMES. Der Gewinn aus dem Essensverkauf ging an die Städtegruppe Rheinmain resp. an das durch diese betreute Projekt AIM in Sierra Leone, einer Initiative zur Errichtung eines Schutzhauses für Mädchen, um sie vor genitaler Beschneidung zu schützen. Am zugehörigen Infostand konnten sich die Besucher des Festes gezielt über dieses Projekt sowie weitere Tätigkeits- und Themenfelder von TERRE DES FEMMES informieren.
Wir bedanken und recht herzlich für das Engagement der beteiligten Frauen und für eine Spende von 200 Euro!

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Frauen in Ägypten – Mit Crowdsourcing gegen sexuelle Übergriffe

“In Ägypten ist sexuelle Belästigung alltäglich. Auf einer Website können betroffene Frauen die Übergriffe jetzt melden.” …

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-08/aegypten-frauen-harassmap

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TERRE DES FEMMES zeigt “Abortion Democracy”

Ein Film von Sarah Diehl zum Recht auf reproduktive Selbstbestimmung: Veranstaltet von der TDF Städtegruppe Rhein-Main und der TDF-AG “Frauenrechte und Religion” in Kooperation mit dem Alibri-Verlag

TERRE DES FEMMES lädt zur Diskussion mit der Autorin von “Deproduktion. Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext” am Donnerstag, den 8.9.2011, im Bürgerhaus Bornheim, Clubraum 1, Arnsburger Str. 24, 19.00 Uhr.

Laut WHO stirbt auf der Welt alle 7 Minuten eine Frau an den Folgen einer unsicheren Abtreibung, trotz der relativen Geringfügigkeit des Eingriffs. Der Film Abortion Democracy zeigt eindrücklich wie die Lebensrealität von Frauen durch gesellschaftliche Normen und Repressalien, unabhängig von der Gesetzeslage, fremdbestimmt wird und Frauen in Bezug auf Reproduktion, Verhütung und Abtreibung immer mehr unter Druck geraten. Die Autorin und Filmemacherin Sarah Diehl hat Menschen in Polen und Südafrika interviewt, zwei Länder in denen es in den letzten Jahren völlig gegensätzliche Entwicklungen gegeben hat: Während sich Südafrika nach dem Ende des Apartheid-Regimes ein sehr liberales Abtreibungsrecht gab, verloren die Frauen in Polen ihr bis dahin bestehendes Recht.  Denn in Europa hat es in den letzten Jahren beim Recht auf  reproduktive Selbstbestimmung große Rückschritte gegeben, Menschen, die für Aufklärung und Selbstbestimmungen kämpfen, werden zunehmend als Mörder_innen und Euthanasiebefürworter_innen diffamiert.

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Kontakt: rhein-main@frauenrechte.de, ag-frauRel@frauenrechte.de

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Kinotipp: Im Bazar der Geschlechter von Sudabeh Mortezai

Der iranische Dokumentarfilm zeigt die Beziehung der Geschlechter in einer islamischen Gesellschaft, in der Männer und Frauen ihre Rollen verhandeln und versuchen sich Freiräume in einem repressiven System zu verschaffen. Der Film behandelt auf eine erfrischende Art und Weise das Thema “Zeitehe” und ist zugleich ein ernstes Porträt über die aktuelle iranische Gesellschaft.  mehr …

Kommentar von Karin: Der Film “Im Basar der Geschlechter”  ist ein wirklich netter: das durchaus ambivalente Thema Zeitehe im Islam wird mit Humor, Leichtigkeit und Tiefgang präsentiert!

Bis 24.08.2011 im regulären Programm von malsehnkino in Frankfurt

http://www.malsehnkino.de/

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Kurzbericht: Werkstattgespräch zwischen Isabelle Vergé und Birgit Simon

Terre des Femmes im Offenbacher Werkstattgespräch mit
Bürgermeisterin Birgit Simon

Am 28. Juli hat sich ein Teil der TERRE DES FEMMES Städtegruppe Rheinmain nach Offenbach aufgemacht, um sich unter der Federführung von Isabelle Vergé ein weiteres Mal öffentlich mit der Thematik Genitalbeschneidung bei Frauen auseinanderzusetzen.

Anlass war die Einladung zu einem Werkstattgespräch mit der amtierenden Bürgermeisterin und Oberbürgermeisteranwärterin Birgit Simon.

Benjamin Poe Fotograf

In entspannter Atmosphäre eines Ateliers im Hinterhof trafen sich jüngere und ältere Offenbacher Bürger  und Bürgerinnen verschiedener politischer Gesinnung, aus diversen Berufsfeldern  und unterschiedlicher Herkunft. Diese Vielfalt und das unkomplizierte Aufeinanderzugehen der Anwesenden taten dem schwierigen Thema gut. Zunächst referierte Isabelle Vergé  über die Organisation TERRE DES FEMMES e. V. und deren Tätigkeitsschwerpunkte. Schnell zeigte sich, dass die Diskutanten auch an anderen kritischen Themen wie  z. B. Zwangsverheiratung, Ehrenmorde oder häuslicher Gewalt in Deutschland interessiert waren. 

Benjamin Poe Fotograf

Nach spannenden etwa eineinhalb Stunden angeregter Diskussion waren sich die Teilnehmer im Hinblick auf die Bearbeitung dieser Anliegen von TERRE DES FEMMES einig, dass sie größtenteils einen gemeinsamen Ursprung haben, nämlich mangelnde Integration und Aufklärung/ Sensibilisierung  von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Gründerin der Städtegruppe Rheinmain Angelika Bürkner plädierte für die Unterstützung der Menschen, die nach Deutschland einwandern, indem man sie ermutigt sich auf ihre neue Heimat einzulassen. Denn sicher ist: nur wer sich in einem fremden Land wohlfühlt, traut sich seine Tradition zu überdenken und wagt es womöglich aus dieser auszubrechen. Das kann sowohl für genitale Beschneidung als auch Zwangsverheiratung von Frauen geltend gemacht werden, wie die langjährige Auseinandersetzung der Städtegruppe mit den Themen zeigt. Ebenso wurde aber auch einvernehmend die hohe Relevanz der Männer bei derartigen „Frauenthemen“ konstatiert, denn starke Frauenrechte brauchen starke Männer, so Isabelle Vergé.
Für die Städtegruppe Rheinmain war es ein gelungener Abend mit neuen Eindrücken und Kontakten, um ihre wichtige Arbeit fortzusetzen.

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Werkstattgespräch in Offenbach am 28. Juli 2011

Werkstattgespräch der Grünen mit Birgit Simon und Isabelle Vergé

Isabelle Vergé ist Salesmanagerin für Chemie und TERRE DES FEMMES Mitglied. Ihre Themen Schwerpunkte sind neben dem Kampf gegen Genitalbeschneidung ebenso die generellen Rechte von Frauen- und Mädchen. Zu diesen Themen wird sie gemeinsam mit Offenbacher Bürger/innen und Birgit Simon Stellung beziehen.

Donnerstag, 28.07.2011  //  20:00 Uhr

Ort: Isenburgring 36, im Hinterhaus, Offenbach

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Städtegruppentreffen Juni 2011

Für das Interview mit Sarah Diehl im September erarbeiten wir Fragen und verteilen Aufgaben für die Veranstaltung.

Die Zusammenarbeit sowohl mit „Maisha“, einer Selbsthilfegruppe Afrikanischer Frauen in Deutschland als auch mit FIM / Frauenrecht ist Menschenrecht wird fortgesetzt, Treffen werden vorbereitet.

Im Anschluss zum Thema des letzten Treffens „Antirassismus und Kritische Weißseinsforschung“ stellt uns eine Mitfrau weitere Bücher vor und wir diskutieren verschiedenste Aspekte.

Wer Interesse am Thema hat, hier einige Buchvorschläge:

  • Noah Sow:    Deutschland Schwarz Weiss – Der alltägliche Rassismus
  • Katharina Oguntoye, May Opitz (May Ayim), Dagmar Schultz (Hrsg.):    Farbe bekennen – Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte
  • Frantz Fanon:     Die Verdammten dieser Erde
  • Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hg.):  Mythen, Masken und Subjekte – Kritische Weißseinsforschung in Deutschland
  • Hans J. Massaquoi, Neger, Neger, Schornsteinfeger – Meine Kindheit in Deutschland
  • Grada Kilomba, Plantation Memories – Episodes of Everyday Racism

Wir suchen Frauen, die Interesse, Lust und Zeit haben, in unserer Städtegruppe mitzuarbeiten?

Mit vielen gemeinsam ist es bunter, leichter, noch interessanter und die Arbeit lässt sich besser verteilen.

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Städtegruppen Treffen Mai 2011

Nachdem einige inhaltliche und organisatorische Vorbereitungen zu unserer geplanten Veranstaltung mit Sarah Diehl erledigt waren, haben wir einen kleinen internen Rassismus-Workshop gemacht. Die Checklisten zur Vermeidung von Rassismen vom Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag e.V. haben bei uns Widersprüchliches ausgelöst und wir hatten eine interessante und vielfältige Diskussion. Zum Thema “Diskriminierungserfahrung in Deutschland” machte uns eine Mitfrau aufmerksam auf die beiden Autorinnen Noah Sow und Grada Kilomba.

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Städtegruppen Treffen April 2011

Die AG Frauenrechte und Religion plant für September eine Veranstaltung mit Sarah Diehl. Als Kooperationspartnerinnen haben wir in unserer SG ihren Film “Abortion Democracy” gemeinsam angeschaut und besprochen.

Um den inhaltlichen Bezug des Films zu Deutschland besser zu verstehen, empfehlen wir, den Artikel von Sarah Diehl “Schwangerschaftsabbruch gehört zum Leben dazu” in Diskus 07-2 zu lesen und/oder das Interview mit Sarah Diehl anlässlich des XXIV. Black International Cinema Berlin 2009 anzusehen.

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