„Female Riots – Neue Formen des feministischen Protests“

„Female Riots – Neue Formen des feministischen Protests“

9. Mai 2014 19:00-21:30 Einlass 18:00 Orange Peel Club Kaiserstraße 39 60329 Frankfurt am Main

Podiumsdiskussion
mit Ursula auf der Heide, Stadtverordnete Frankfurt am Main, Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen im Römer
Gunhild Mewes, Gründerin der Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt, Mitstreiterin von #ichhabenichtangezeigtweil…
Nils Pickert, Journalist, Queerfeminist, Mitstreiter von pinkstinks
Cia Torun, kurdische Schriftstellerin, Performance Künstlerin
Bettina Renfro, feministische Menscherechtsaktivistin TERRE DES FEMMES
Navina, queerfeministische Aktivistin, enter_the_gap

Moderation: Petra Diebold hr1

Eintritt frei!

Die feministische Bewegung lebt, und feministisches Engagement kennt heute viele Formen. Diese Podiumsdiskussion versammelt das aktuelle Spektrum feministischer Arbeit und stellt die Menschen vor, die hinter Initiativen, Plattformen und Online-Petitionen stehen. Eine Veranstaltung für alle Menschen ab 16, die sich für die Gleichberechtigung und freie Entfaltung von Mädchen und Frauen engagieren wollen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gibt es eine Fragerunde.

Neben NetzFeministinnen haben wir eine Stadtverordnete, eine Künstlerin und Menschen- und FrauenrechtsaktivistInnen auf das Podium eingeladen.

Die TERRE DES FEMMES Städtegruppe kooperiert seit 2012 mit dem Women of the World Festival. Vor und während der Konzerte sprechen wir an unserem Infostand mit den Besuchern des Festivals über frauenpolitische Themen und geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen.
Wir verstehen die Einladung zu dieser Podiumsdiskussion als politischen Beitrag zum Festival.

Im Rahmen des Festivals und auf unserer Veranstaltung informieren wir über die Vielfalt der Arbeit von TERRE DES FEMMES.

In Kooperation mit Women of the World Festival 2014

Mit freundlicher Unterstützung vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main und von Fraport

Mehr zu den Podiumsteilnehmer_innen

Ursula auf der Heide
ist Stadtverordnete der Stadt Frankfurt am Main und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grüne. Ihre politische Arbeit umfasst unter anderem den Kampf für einen geschlechtergerechten Haushalt, die Berücksichtigung von Genderaspekten in Stadtplanung und -entwicklung, sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Während des Wahlkampfs 2013 initiierte sie den Frauen-Politik-Dialog in Frankfurt.

Gunhild Mewes
ist Gründerin der Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt und Mitstreiterin von #ichhabenichtangezeigtweil, eine Webaktion, die Frauen, die sexualisierte Gewalt erlitten haben, eine Plattform und damit eine Stimme geben soll. Frauen konnten sich anonym äußern, warum sie die Übergriffe nicht angezeigt haben. Das Klima des Schweigens und der Tabus soll so durchbrochen werden. Gunhild Metes hat während des Kachelmanns Prozeß die Proteste in Frankfurt organisiert. Die Initiative informiert über  sexueller Gewalt,  rape culture, Vergewaltigungsmythen, Probleme im Justizsystem und über sexuelle Gewalt in Institutionen. Die Initiative hat einen eigenen YouTube Channel.

Nils Pickert
freier Autor und Journalist, schreibt vor allem über Erziehungsfragen und Geschlechtergerechtigkeit. Er ist Mitstreiter von Pinkstinks. Pinkstinks ist eine Kampagne gegen Produkte, Werbeinhalte und Marketingstrategien, die Mädchen eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Diese „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen, und Pinkstinks möchte diesem Trend entgegenwirken. Nils Pickert hat eine monatliche Kolumne auf dieStandard.at, in der er sich mit den männlichen Seiten der weiblichen Emanzipation beschäftigt.

Cia Torun
Die kurdische Schriftstellerin und Performancekünstlerin beeindruckte mit einer Lesung der anderen Art im Herbst letzten Jahres auf dem Dach des Frankfurter Hauptbahnhofs. Mit entblößtem Oberkörpern, begleitet von der Band The OhOhOhs, trug sie Ausschnitte aus ihrem Buch „Motoren der Unschuld“ vor. Dabei geht es ihr auch um eine neue Körperlichkeit, darum zu hinterfragen, wie ein nackter Körper in der heutigen Zeit eine Provokation darstellen kann.

“Motoren der Unschuld” erzählt von der sexuellen Befreiung einer traumatisierten Heldin. Cia Torun erhält Morddrohungen, weil sie ihren Körper zum Zentrum ihrer Kunst macht. Dennoch sagt sie die Performance nicht ab. “Ich wollte mich eigentlich am liebsten verkriechen”, sagt sie. “Aber das Verkriechen wäre das, was mich wirklich töten könnte, auf andere Art und Weise. Aber diese Art und Weise wäre schlimmer.” An Grenzen gehen, um sie zu überwinden – bei Cia Torun verschlingt Kunst die Angst. Aus Angst wird bei Cia Torun Kunst.” Quelle 3Sat Kulturzeit

Bettina Renfro
hat Sinologie und ostasiatische Kunstgeschichte studiert und viel Zeit im Ausland verbracht. Seit 1997 engagiert sie sich für TERRE DES FEMMES. 2011 hat Sie den workshop “Sensibler Umgang mit weiblicher Genitalbeschneidung FGM/FGC” in Frankfurt mitorganisiert und moderiert. Dieser Workshop war die Initialzündung für die Ausbildung von health consultants für die Communities in Hessen in denen von Genitalverstümmelung bedrohte Mädchen leben. Neben Veranstaltungsorganisation und Materialentwicklung zu Menschenrechtsthemen schreibt sie für den Blog der Terre des Femmes Städtegruppe Rhein-Main.

Navina
Navinas Arbeitsfeld ist sexualisierte Gewalt gegen Frauen. In Zuge dessen war sie Mitstreiterin von SlutWalk in Hamburg und Mitgründerin von enter_the_gap, zwei Organisationen, die sich gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsmythen und für Selbstbestimmung in Bezug auf Geschlecht und Sexualität engagierten. Heute arbeitet Navina weiter zu diesem Thema und hält auch Vorträge, wie z.B. „Sexualisierte Gewalt in der radikalen Linke in Deutschland“.

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