Bonjour Tristesse

oder Warum wir den Frauentag immer noch nötig haben

Zeitgenau zum  Internationalen Frauentag an 8. März hat das Frauenreferat die Stadt zum Thema Frauenarmut plakatiert. Nichts neues, dass Frau sein arm und krank macht. Seit 2013  sensibilisiert das Frauenreferat die Öffentlichkeit zum Thema Chancengleichheit mit einem Postkarten Set und hat die Ausstellung Equality now nach Frankfurt geholt.
Jetzt hat das Frauenreferat das Buch Nach Frauen benannt herausgegeben. Von den 3400 Strassen, Plätzen und Brücken sind gerade mal 127 nach Frauen benannt, ihren  Geschichten und Biographien ist das Buch gewidmet, mit der Hoffnung das sie in Zukunft nicht nur im öffentlichen Raum präsenter sind.

Mit weniger Geld hinzukommen,  daran werden Frauen schon früh gewöhnt. Bei ihrem Impulsreferat zum Frauen Politik Dialog „Starke Mädchen- Mädchen stärken“ präsentierte Stadträtin Sarah Sorge die neusten Ergebnisse der Frankfurter “Taschengeldumfrage” . Auch hier liegen die Mädchen im Schnitt 30% hinter den gleichaltrigen Jungs.
Früh übt sich wer ins Hintertreffen gehört. Das Gehalt liegt bei erwachsenen Frauen je nach Branche zwischen 10 bis 40% unter dem der Männer bei gleicher Arbeit, gleicher Bildung, gleicher Leistung.

Bei aller Ungerechtigkeit laufen aber 80% des Geldes für Konsumausgaben durch die Hände der Frauen. Zumindest auf diesem Feld haben wir eine gute Quote und ausgezeichnete Qualifikationen. Shoppen hilft bekanntlich die Welt retten, aber nur nachhaltiger und ökologischer Konsum.  Das sich das viele Familien in Frankfurt nicht leisten können, wie Frau Sorge anmerkte, würde ich so nicht gelten lassen. Der Kindersegen trifft schließlich nicht nur die Armen. Ganze Kohorten mit Plastikkarre à 800 Euro das Stück – entwickelt von genervten Freizeitvätern aus den Niederlanden – werden beim Mütterjoggingtreff am Main durch die Gegend geschoben. Dabei gibt es die inzwischen ebenso wendig und leichtgängig fürs gleiche Geld bei GEA am Zoo in ökologischer Ausstattung, Azofarben und Lösungsmittel frei. Frankfurt und das Rhein Maingebiet  ist dank Karmakonsum und vieler Einzelhändler gut aufgestellt um nachhaltig zu konsumieren.
Allen anderen sei der Konsumboykott oder Secondhand ans Herz gelegt Am 8.03. gibt es bei den Krachmachern für kleine Krachmacher und Krachmacherinnen bis  8 Jahre Alles rund ums Kind.

Weil sich nicht nur mit nackten Brüsten und Strassentheateraktionen Politik machen läßt, wird es auf unserer Veranstaltung im Rahmen des Women of the World Festivals den Fair Fashion Guide des enorm Magazins geben mit allen wichtigen Adressen in und um Frankfurt.

Die SG Rhein-Main freut sich auf den Empfang der Frauen im Römer. Wir sind gleich zu Dritt vertreten, da eine unserer Mitfrauen, die One Billion Rising Veranstaltung des Frauenreferats der Stadt Frankfurt als Film dokumentiert hat, der heute Abend gezeigt wird.

Dieser Beitrag wurde unter Soziale Rechte, Städtegruppe Rhein-Main, Veranstaltungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.