Städtegruppentreffen April

Wow! Wir waren am Montag 15 Frauen am Tisch! Schön, dass so viele neue Interessentinnen gekommen sind!

Der ursprünglich geplante gemeinsame Abend mit den Frauen von Maisha wurde auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

Die Themen unseres Treffens:

Zwei Frauen stellten ihr neues Projekt “Gegen (Beinahe-)Straffreiheit von Vergewaltigungen” vor und warben um Mitarbeit. Ausgangslage für die Initiative ist die Tatsache, dass immer noch viele Vergewaltigungen als “Kavaliersdelikt” betrachtet werden und dass immer noch wenige Frauen sich überhaupt trauen, diese Form der sexuellen Gewalt zur Anzeige zu bringen. Aber selbst bei einer Anzeige, so ergaben Forschungen der Professorin Ulrike Lembke, werden sehr wenige überhaupt zum Hauptverfahren zugelassen. Kurzfristiges Ziel ist z.B. das Erstellen einer Website mit Informationen, Prozessberichten und Medienbeobachtung, langfristig wird auf eine Veränderung der juristischen Herangehensweise hingearbeitet.

Wir werden dieses Projekt noch einmal ausführlicher auf unserem Blog darstel

Unsere Städtegruppe hat initiert, dass TERRE DES FEMMES in einem Schreiben an die politisch Verantwortlichen in Berlin auf die weiterhin dramatisch schlechte Situation der Frauen in Afghansitan hinweist und daran erinnert, dass der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan immer auch mit dem Eintreten für Menschenrechte, und in diesem Fall besonders für die Menschenrechte für Frauen gerechtfertigt wird. TERRE DES FEMMES fordert, in Gesprächen und Verhandlungen immer wieder auf das Recht der Frauen auf körperliche Unversehrtheit, auf eine selbstbestimmte Lebensführung und auf Zugang zur Bildung zu bestehen und die Gewährung der grundlegenden Menschenrechte zur unabdingbaren Voraussetzung für die Gewährung von Aufbau- und Entwicklungshilfe zu machen.

Eine Mitfrau informierte uns mit einem kurzen Vortrag über die Gemeinschaft der Rastafaris und über deren Frauenbild. Die Rastafari Religion ist stark durch den christlichen Glauben geprägt. Der einstige Kaiser von Ethopien Haile Selassie I (23 July 1892 – 27 August 1975), zeitlebens ein orhtodoxer Christ, wird als Messiahs und gottgleiche Inkarnation verehrt.  Ähnlich orthodox fällt auch das Frauenbild aus. Der Platz der Frau ist Familie, Heim und Herd. Sexuelle Selbstbestimmung ist nur dem Mann gestattet, der durchaus Familien Patchworking betreiben kann, während die Frau sich bei gleicher Promiskuität schnell das Label der Hure Babylons einhandelt. Babylon und die sogenannte Kultur Babylons steht für die Anhänger der Rastafari Bewegung generell für alles, was sie ablehnen oder dem sie abschwören.

Dieser kurze Exkurs hat dann noch mal zu einer kleinen Selbstverortung innerhalb der SG in Bezug auf Religiosität und Spiritualität geführt.  Der harte Kern der SG ist seit Jahren atheistisch bis religionsfrei oder legt zumindest keinen missionarischen Eifer an den Tag. Dabei stellen wir abschließend fest, das wir mit religiösen Menschen keine Berührungsängste haben und erstmal offen sind. Das Problem liegt früher oder später meist bei den gläubigen Frauen, die sich schwer tun mit religionsfreier, feministischer und humanistischer Weltsicht und früher oder später unter Protest Arbeitskreise oder Konferenzen zur Erstellung von Positionspapieren zu Themen wie Prostitution, Kopftusch oder Frauenhandel verlassen.

Das Treffen im Mai fällt aus, da der letzte Montag der Pfingstmontag ist. Nächster Termin ist der 25. Juni 2012.

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