TERRE DES FEMMES Fortbildung zu Ehrverbrechen und Zwangsheirat in Frankfurt am Main

Zwangsheirat – ein Thema für die Schule! Hintergründe und Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte

Unter diesem Titel werden von Mai bis Oktober Tagesseminare in ganz Hessen angeboten. Sie richten sich an Lehrkräfte allgemein, Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben und Mitglieder der Schulleitung oder schulischer Steuerungsgruppen.

Am 30.Mai 2012 findet in Frankfurt am Main die erste Fortbildung bei infrau e.V. , Höhenstraße 44, 60385 Frankfurt am Main von 9:00 bis 17:00 Uhr statt.

Weitere Informationen, Termine und Anmeldung unter:
Veranstaltungs-Nr.: F007991

Die Fortbildung ist akkreditiert.

Diese TERRE DES FEMMES Fortbildungen sind Teil des durch den Europäischen Integrationsfond konfinanzierten Projektes „Verbesserte Bildungschancen für Mädchen und junge Frauen durch Qualifizierung von Lehrkräften zum Thema Zwangsverheiratung“.
Sonja Fatma Bläser wird als Dozentin und von Zwangsheirat und Ehrverbrechen Betroffene den TeilnehmerInnen Einblick geben in Ihre eigene Erfahrung. Aufgrund ihrere eigenen Lebensgeschichte hat Fatmabläser den Verein Hennamond e.V. gegründet. Die Leitung der Fortbildung hat Kerstin Horak.

Zwangsverheiratungen sind in Deutschland traurige Realität. Sie sind oft eingebettet in einen Kontext massiver familiärer Gewalt, die meist schon frühzeitig in der Erziehung erlebt wird. Häufig gehen Zwangsverheiratungen mit Schul- und Ausbildungsabbrüchen einher und stellen somit ein großes Integrationshemmnis dar.

Gerade Lehrerinnen und Lehrer spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung des Themas.

Bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend um Mädchen und junge Frauen im Alter von 16 – 21 Jahren, für die die Schule oft der einzige Ort ist, an dem sie sich außerhalb ihrer Familie frei bewegen und Ansprechpersonen finden können. Es gibt gewisse Warnsignale, die darauf hindeuten, dass Mädchen von Zwangsheirat betroffen sind. Diese gehen in der Regel einher mit einer Veränderung des Verhaltens. Um solches festzustellen, muss man die Betroffenen nicht nur gut kennen und regelmäßig sehen, sondern auch pädagogische Kompetenzen aufweisen. Dies sind wichtige Voraussetzungen, die Lehrkräfte mitbringen. Gerade LehrerInnen fungieren oft als erste Ansprechperson für die Betroffenen und können das Thema auch präventiv im Unterricht behandeln.

Weitere Informationen zur Arbeit von TERRE DES FEMMES zum Thema Ehrverbrechen und Zwangsheirat finden sie hier.

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